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MontagsMoment | 12.01.26

Liebe CVJM Community, 

Hallo in die Runde und ein besonderes Hallo an alle „Wilden Kerle“,
denn diesen Spezies ist der heutige Tag gewidmet. Ihr habt richtig gelesen, heute am 12.1. ist das „Fest der wilden Kerle“ im Jahreskalender der kuriosen Feiertage.
Mich als Referenten der Männerarbeit hat das natürlich sofort angesprochen.
 
Nun gibt es also neben dem Vatertag (zu Himmelfahrt), dem Weltmännertag am 3.11. und dem „Internationalen Männertag oder Tag der Männergesundheit“ am 19.11. noch einen 4. Feiertag für die Männer. Wer diesen heutigen Feiertag erfunden hat ist unklar. Klar ist aber, er kommt aus Amerika. Wie soll es auch anders sein? 
 
Im säkularen Bereich begegnen mir „wilde Männer“ an vielen Stellen. Z.B. als Tarzan, Robinson Crusoe, es gibt Gaststätten „zum wilden Mann“ und manchmal erlebe ich sie auch beim Fußball unter den Fans der Südkurve. 
 
Mir fallen bei diesem Begriff aber auch einige wilde Männer in der Bibel ein. Z.B. Johannes der Täufer. Von ihm steht in Matth.3, er lebte als Vorbote Jesu eine lange Zeit in der Wüste. Johannes war mit einem Gewand aus Kamelhaaren gekleidet und er ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig. Johannes war wirklich wild. Die Jünger Jesu erscheinen mir ebenso als ein recht wilder Haufen mit ganz unterschiedlichen Charakteren. Jesus baut sie ganz gezielt in seinen Plan mit ein. 
 
Aber ich denke auch an ein Buch von Richard Rohr: Vom wilden Mann zum weisen Mann. Eines der großen Werke für die christliche Männerbewegung.  Darin beschreibt er den Lebensweg der Männer in ihren unterschiedlichen Lebensphasen. Wer wild ist, der ist in Bewegung, der treibt etwas voran und verändert etwas. Solang das nicht ins zerstörerische ausartet, ist das sehr positiv. 
 
Ich wünsche euch etwas von dieser positiven Energie für die beginnende Woche. Bewegt etwas, probiert etwas Neues aus und macht euch als Christen auf den Weg! Gott möchte solche Menschen gebrauchen!
 
Euer Friedbert Reinert
 
Challenge: 
Überlege mal, was du in dieser Woche bewegen könntest? Vielleicht etwas total Abgefahrenes? Gott braucht kreative Menschen.
 
 
 

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MontagsMoment | 05.01.26

Unbeschriebenes Blatt
Unberührter Schnee
Ungeöffneter Brief
Ungefüllte Tasse
Glatte Eisfläche
Leere E-Mail
Weiße Leinwand
Unbeschmierte Brotscheibe

Umblättern
Neue Überschrift
Hinter der Startlinie
Ein Samenkorn bricht auf
Erste Knospe
Kurzes Lächeln

Schutzfolie entfernen
Navi App starten
Hand reichen
Kalenderblatt abreisen
Suchmaske öffnen
Faden einfädeln
Buch aufschlagen

Überraschende Idee

Auslöser drücken
Anleitung durchblättern
Schnittmuster ausdrucken
Anker lichten
Motor starten
Stift ansetzen
Schlüssel umdrehen
Einsteigen

Ja sagen

Liebe CVJM Community, 
Mit dieser Aufzählung von Startmomenten möchte ich euch im neuen Jahr begrüßen. 
Der Jahreslosung heißt es: 
„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5)
Ich wünsche uns, dass wir das erleben dürfen. Wie etwas neu gemacht wird, neu entsteht, einfach beginnt.
Ich wünsche uns dafür Offenheit, Weichheit und Neugier. 

Seid gesegnet,
Eure Nicole 

 

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MontagsMoment | 29.12.25

Liebe CVJM-Community,

wie kannst du dich gerade einordnen?

A. Puh. Weihnachten ist geschafft.
B. Oh nein, Weihnachten ist schon wieder vorbei.
C. Ich bin noch voll im Weihnachtsflow. 

Irgendwie ist es für mich nicht so leicht, mich darin zu verordnen, denn die Tage nach dem Weihnachtsfest haben für mich eine besondere Kraft. Ich kann mich erholen, sortieren, endlich wieder Lebensmittel einkaufen, Menschen treffen oder die Ruhe genießen. 

Ich liebe diese Tage sehr, denn sie laden ein, das Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. Rückschau halten, Dinge reflektieren, an Fotos mich erfreuen. Gleichzeitig ist Zeit, um das neue Jahr zu planen. 

Es ist aber auch schön, draußen unterwegs zu sein. Die Natur zu beobachten, wo gerade scheinbar nichts los ist. 

Dabei gibt es viel zu entdecken. Ein Spaziergang kann an diesen Tagen sehr guttun. 

Vielleicht auch um über diese Fragen nachzudenken:
-    Von wem konnte ich dieses Jahr lernen?
-    Was habe ich zum ersten Mal ausprobiert?
-    Welche Menschen sind mir wichtig geworden?
-    Was möchte ich im nächsten Jahr nicht vermissen?
-    Welche Entscheidung(en) möchte ich jetzt treffen?

Ich wünsche dir ein erholsames Durchatmen und Genießen dieser besonderen Tage.

Einen gesegneten Wochenstart und bis nächstes Jahr,
Nicole


Challenge:    
Plane dir heute oder morgen einen kurzen (oder langen) Spaziergang ein und nimm dir eine Frage mit. 

 

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MontagsMoment | 22.12.25

Liebe CVJM-Community,


„Und wenn du denkst, es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“
(Rainer Maria Rilke)
 
Was für ein schönes Gedicht.
Wann, wenn nicht in der dunklen Jahreszeit benötigen wir ein Licht, so klein es auch sein mag. Es nimmt die Dunkelheit und die Angst, spendet Wärme und gibt Freude.
 
Das berührt mich immer wieder neu, wenn das Jahr zu Ende geht, es länger dunkel ist und wir uns in wohlig warme Stuben zurückziehen. Wie schön ist es doch, da die beleuchteten Fenster und Türen zu bestaunen (und innezuhalten).
 
Damit der Rückzug in die Wohnung nicht zur Einsamkeit wird, gibt es in unserem Dorf die Aktion „Öffne deine Tür“. Wer möchte, öffnet seinen Hof, seine Tür. Diese wird dann zur Begegnungsstätte für alle Dorfbewohner. Jeder ist herzlich eingeladen. Gemeinsam wird gegessen, getrunken, gesungen und gequatscht. Alle Einnahmen werden als Spenden an gemeinnützige Zwecke gestiftet.
 
So kann jeder ein Licht sein, auch für andere. Ein Licht, welches andere Menschen erhellt, sprich erfreut. Ein solches Licht durfte ich kennen lernen, ziemlich genau vor einem Jahr, am 3. Advent, im offenen Türchen unseres Pfarrhofs.
Sie war gerade mit ihrer Familie ein paar Tage zuvor zugezogen und kannte niemanden. Wir verstanden uns auf Anhieb, konnten über alles reden und lachen. Und siehe, eine Freundschaft wurde geboren. Man kann auch sagen, sie schickte mir der Himmel.
 
Als ich wieder einmal einen Tiefpunkt hatte, sagte sie zu mir nur „hab Vertrauen“. Das ist mein inneres Mantra geworden und trägt mich seitdem.
 
Ich weiß, ich kann mein Leben Gott anvertrauen. Er wird es lenken, wie es für mich bestimmt ist. Er ist meine Leuchte, mein Licht in der Dunkelheit, so, wie auch meine Freundin, meine Familie. Dafür bin ich sehr dankbar.
 
Dadurch habe ich auch erkennen dürfen, dass ich loslassen kann. Mein Weg wurde mir schon lange vorbereitet, ehe ich geboren war. Mit diesem Wissen bin ich wieder etwas demütiger und aufmerksamer für die kleinen Dinge des Lebens geworden. Sei es eine herzliche Umarmung oder ein Lächeln in der Warteschlange. Auch dies kann einen Moment erhellen.
 
Ich wünsche euch, dass jeder ein Licht in der Dunkelheit hat, entweder es hat dich bereits gefunden oder findet dich noch. Aber eines ist gewiss, Gott ist bei dir, egal wie dunkelschwarz es auch ist. Und ich wünsche euch, ebenso ein Licht in der Dunkelheit für andere zu sein.
 
Einen gesegneten Start in diese Weihnachtswoche,
Alexandra
 
Challenge: Öffne dein Herz für andere, sei es eine Umarmung, ein liebes Wort oder eine gute Tat.
 
 


 

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MontagsMoment | 15.12.25

Liebe CVJM-Community,
 
Derzeit lese ich ein Buch über den „Weihnachtsfrieden 1914“. Schon mal was davon gehört? 
 
Es ist sehr aktuell, angesichts der Kriege in unserer Welt. Ein halbes Jahr nach Ausbruch des 1. Weltkrieges am 28.7.1914 standen sich an der 750 km langen Front zwischen dem Ärmelkanal und der Schweiz, die deutschen Truppen und die Armeen aus Belgien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich gegenüber. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits über eine Millionen Tote. Die Soldaten standen in ihren Schützengräben teilweise nur 75 – 100 m entfernt vom Gegner. Sie konnten sich sehen. Zwischen ihnen im Niemandsland lagen ihre erschossenen oder verbluteten Kameraden. Keiner von ihnen wusste, dass der Krieg noch weitere dreieinhalb Jahre dauern würde. Eigentlich wollten allen Soldaten zum Weihnachtsfest wieder zu Hause sein. 
 
Es kam ganz anders. Am 24.12. geschah dann aber etwas, was es so in der Geschichte der Menschheit noch nie gegeben hatte und bis heute nicht gibt. An weiten Teilen der Front wurden Weihnachtsbäume aufgestellt und es erklangen Weihnachtslieder. Auf keiner Seite wurde mehr geschossen. Befeindete Soldaten kamen aus ihren Verstecken heraus, gingen aufeinander zu und wünschten sich ein frohes Weihnachtsfest. 
 
Habseligkeiten wurden zu Geschenken, man zeigte sich Bilder von den Familien und es soll sogar Fußballspiele im Niemandsland gegeben haben. Noch heute spricht man vom „Weihnachtswunder“ inmitten des Krieges. An manchen Frontabschnitten dauerte dieser Frieden sogar bis ins neue Jahr, trotz Drohungen der obersten Militärs.
 
Mir macht diese Geschichte Mut, an wirkliche Weihnachtswunder zu glauben. Ich möchte glauben, dass es dem Kind in der Krippe möglich ist, die Kriege in der Welt zu beenden. Ich möchte glauben, dass der „Friedefürst“ wirklich wiederkommt, so wie wir es im Lied „Tochter Zion“ besingen. 
 
Ich wünsche euch allen diesen Glauben und diese Hoffnung für die kommende Woche und die bevorstehende Weihnachtszeit.
 
Euer Friedbert Reinert
 
Challenge: Überlege, wo es in deinem Umfeld nötig wäre, das der „Friedefürst“ einzieht und seinen „Friedensthron“ aufstellt. Bringe diese Anliegen im Gebet vor Gott.

 

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